Weihnachten basteln: Schöne DIY-Dekorationen für die Adventszeit
Der Duft von Zimtstangen, das leise Knistern von Papier, Klebstoff an den Fingern – wer kennt das nicht? Die Adventszeit ist für viele Bastelfans die schönste Zeit des Jahres. Endlich gibt es einen echten Grund, den Bastelkoffer aus dem Keller zu holen und stundenlang am Küchentisch zu werkeln. Und das Schöne: Selbstgemachte Weihnachtsdeko hat einen ganz eigenen Charme, den man im Kaufhaus einfach nicht findet.
Adventskranz selbst binden – klassisch und individuell
Der Adventskranz gehört zu Weihnachten wie Schnee und Glühwein. Wer ihn selbst bindet, kann ihn genau so gestalten, wie er zum eigenen Zuhause passt.
Du brauchst:
- Einen Strohring (aus dem Bastel- oder Gartenmarkt)
- Frische Tannenzweige, Eukalyptus oder Buchsbaum
- 4 Kerzen in Wunschfarbe
- Draht, Kerzenhalter, Dekobänder und Zapfen
Die Zweige werden einfach in kleine Büschel gebündelt und mit Draht am Strohring befestigt – immer schön überlappend, damit keine Lücken entstehen. Zum Schluss kommen die Kerzenhalter rein, dann die Kerzen, und als i-Tüpfelchen ein paar Zapfen, Zimtstangen oder kleine Trockenblumen. Wer mag, sprüht alles noch leicht mit Kunstschnee aus der Dose ein.
Variante ohne Tannenzweige
Nicht jeder hat Zugang zu frischen Zweigen. Eine tolle Alternative: Getrocknete Orangenscheiben, Filzkugeln und Wollgarn um einen einfachen Metallring wickeln. Das wirkt modern und hält sich ewig.
Sterne aus Stroh – ein Klassiker neu entdeckt
Strohsterne zählen zu den ältesten deutschen Basteltechniken überhaupt. Das Flechten von Strohhalmen zu Sternen klingt kompliziert, ist aber mit etwas Übung gut zu meistern.
Naturstroh aus dem Bastelbedarf einfach kurz in warmem Wasser einweichen, damit es geschmeidig wird. Dann je nach Muster zu Acht- oder Sechszackern flechten und mit dünnem Draht sichern. Wer den ersten Stern geschafft hat, will gar nicht mehr aufhören – versprochen.
Die fertigen Sterne eignen sich wunderbar als Fensterdeko, Baumschmuck oder hübsche Anhänger für selbstgemachte Geschenke.
Papierbastelei: Weihnachtssterne und Girlanden
Für Papierbastelei braucht man eigentlich nichts weiter als Schere, Kleber und Geduld.
Leuchtsterne aus Transparentpapier: Aus farbigem Transparentpapier Sechsecke oder Sterne ausschneiden und mehrlagig zusammenkleben. Vor ein Fenster gehängt leuchten sie wunderschön im Tageslicht – und das ganz ohne Strom.
Girlanden aus Tüten: Alte Papiertüten oder Zeitungspapier in Dreiecke schneiden, falten und aneinanderreihen ergibt eine rustikale Girlande, die prima über den Kamin oder Türrahmen passt. Wer mag, stempelt vorher kleine Motive drauf oder malt mit Goldfarbe drüber.
Kerzenhalter aus Naturmaterialien
Zapfen, Äste, Muscheln, Weinkorken – die Natur liefert die besten Bastelzutaten, oft kostenlos.
Ein einfacher aber hübscher Kerzenhalter entsteht so: Einen dicken, geraden Ast etwa zehn Zentimeter lang absägen, mittig ein Loch bohren (passend für eine Stabkerze) und von unten Filzpads ankleben, damit die Oberfläche nicht zerkratzt wird. Mehrere davon in einer Reihe auf dem Fensterbrett ergeben ein tolles Ensemble, besonders wenn man die Äste vorher noch leicht mit Goldspray bestäubt.
Wachsplatten-Kerzen für Kinder
Weihnachten basteln mit Kindern macht am meisten Spaß, wenn es schnell geht und trotzdem ein tolles Ergebnis liefert. Wachsplatten aus dem Bastelgeschäft sind dafür ideal – einfach bei Zimmertemperatur eine Kerze einrollen, fertig. Kein Heißwachs, keine Verbrennungsgefahr.
Die bunten Platten lassen sich sogar miteinander kombinieren, sodass jede Kerze ein kleines Unikat wird. Ein schönes Geschenk, das Kinder stolz selbst überreichen können.
Advent, Advent – und einfach anfangen
Der häufigste Fehler beim Adventszeit DIY? Zu lange warten. Die schönsten Dekorationen entstehen nicht in Hetze, sondern entspannt an einem freien Nachmittag mit einer Tasse Tee dabei. Also: Materialien zusammensuchen, Lieblingsmusik anmachen und einfach loslegen. Perfekt muss es nicht sein – handgemacht ist immer besser.